VON SETZUNGEN UND BÄUMEN
MALEREI von THOMAS NOLDEN und BERNHARD WALZ
Eröffnung am Mittwoch, den 13. Mai von 18 bis 22 Uhr
STRZELSKI GALERIE
Rotbühlplatz 30
70173 Stuttgart
Dauer der Ausstellung: 13. Mai - 7. Juni 2026
Mittwoch bis Freitag 11-18 Uhr, Samstag 13-16 Uhr und nach Vereinbarung
TEL: + 49.711.601.48.18
EMAIL: GALERIE@STRZELSKI.DE
WWW.STRZELSKI.DE
In den Gemälden von Thomas Nolden und Bernhard Walz entwickelt sich das Bild Schritt für Schritt aus dem Malprozess selbst. Farbe, Bewegung des Pinsels, persönliche Erfahrungen und die Stimmung des Moments spielen dabei eine zentrale Rolle. Das Motiv wächst gewissermaßen aus der Malerei heraus. Dieser Prozess lässt sich mit einem Tagtraum vergleichen: Er verbindet Erinnerungen an Vergangenes mit Vorstellungen von Zukünftigem und eröffnet so einen freien, assoziativen Raum. In diesem Raum formt sich das Bildmotiv als eigenständige, „autonome“ Figur – besonders ausgehend von der Farbe und den vielfältigen Erscheinungsformen des Baumes.
Die Künstler greifen dabei auf ihre Erfahrungen in der Landschaft zurück. Diese übertragen sie jedoch nicht direkt, sondern verwandeln sie im Bild durch Vereinfachung, Stilisierung und ein sensibles Nachempfinden. Man könnte sagen: Sie „übersetzen“ das Gesehene und Erlebte in eine malerische Sprache – fast wie ein visuelles Singen, ein „Augengesang“. Im Zentrum steht dabei oft der Baum. Er ist mehr als nur ein konkretes Motiv: Als archetypische Figur verkörpert er Beständigkeit, Verwurzelung und Präsenz. Mit seinem festen Standpunkt in der Welt und seiner zugleich vielgestaltigen, schwer vollständig erfassbaren Form wird er zu einem Gegenüber für die Malerei. So tritt der Baum in einen stillen Dialog mit den Bildern von Thomas Nolden und Bernhard Walz